NEUE ENDR

Von einem Rundfunkempfänger verlangt man heute vor allem eine mufikalifh hochwertige und fehr verzerrungsarme Tonwie- dergabe und daneben eine möglichft große Endleiftung. Solange die Herftellungskoften des Empfängers keine Rolle fpielen, laf- fen fich beide Forderungen ohne weiteres erfüllen: entweder baut man eine Gegentakt-Endftufe ein oder man verwendet leiftungs- fähige Kraftverftärkerröhren. Beide Löfungen aber erfordern zu- fätzliche Schaltmittel (z. B. Gegentakt-Transformatoren), zufätz- liche Röhren und bei Verwendung von Kraftverftärkerröhren zu- fätzliche Vorverftärkerftufen und fehr ftarke Netztrafos. Für bil- lige Empfänger und folche der Mittelpreisklafle laflen fich daher die beiden genannten Wege zur Qualitäts- und Leiftungsfteige- rung nicht benutzen. Hierzu brauchen wir fteile Endröhren vonhohem Wirkungsgrad, die ohne befondere Vorverftär- kung, d. h. bei geringem Gitterwechfelfpannungsbedarf, und mit den normalen Anodenfpannungen der Rundfunkempfänger bei kleinfter Verzerrung große Ausgangsleiftungen abgeben müffen. Solche leiftungsfähigen Endröhren, wie fie jetzt von Telefunken und Valvo herausgebracht wurden, haben weiter den Vorteil, daß auc. Fortiflimoftellen verzerrungsarm wiedergegeben wer- den, da man fie faft nie bis zur Höchfigrenze ihrer Leiftungs- abgabe beanfprucht.

Erfchienen find eine 15-Watt-Dreipolendröhre AD 1, eine 9-Watt- Fünfpolendröhre AL 4 und die entfprechende Paralleltype in der Allftromreihe: die 9-Watt-Fünfpolendröhre CL 4.

Die Dreipolendröhre AD1 ift eine direkt geheizte Röhre für Weechfelftrombetrieb und benötigt zur vollen Ausfieuerung eine Gitterwechfelfpannung von annähernd 30 Volt eff. Sie kann daher nidıt unmittelbar hinter eine Doppelzweipolröhre gefchaltet

München, 28. 6. 36

Nr.26

Im Einzelabonn. monatlich RM. —.60

Werkphota Valvo

UNE INK

werden, fondern erfordert eine befondere Vorverftärkerröhre, die die zur Ausfteuerung notwendige Gitterwecfelfpannung lie- fert. Die Anfchaltung der Vorftufe erfolgt zweckmäßig in W/C- Kopplung unter Verwendung einer ACG2 (bzw. der Stiftröhre REN 904 oder A 4110), der Verbundröhre ABC 1 oder einer AF7 (bzw. H4128D oder RENS 1284). Die höchfte Verftärkung läßt fidh mit der AF 7 herausholen. Für die trafogekoppelte Gegen- takt-Endftufe kommen allein Dreipolröhren in Betracht, wie z.B. wieder die AC 2 und die Doppelzweipol-Dreipolröhre ABC 1. Man kann aber auch mit der AL 2 als Vorverftärkerröhre arbei- ten, wenn man diefe durch Verbindung des Schirmgitters mit der Anode zur Dreipolröhre macht. Die Heizung der AD 1 follte nach Möglichkeit immer aus einer getrennten Heizwiclung erfolgen. Zu beachten ift, daß die maximale Anodenfpannung von 250 Volt auch tatfächlidhı an der Röhre liegt, da mit Abfinken der Anoden- fpannung die Ausgangsleiftung gleich fehr ftark zurückgeht.

Die von der AD 1 in normaler Endröhrenfhaltung (einfache Endftufe) abgegebene Ausgangsleiftung beträgt bei einer Aus- fteuerung bis zum Gitterftromeinfatz etwa 4,2 Watt bei einem Klirrfaktor von 5%. Der günftigfte Außenwiderftand beläuft fich hierbei auf annähernd 2300 ©.

Die neue indirekt geheizte 9-Watt-Fünfpolendröhre AL 4 erfcheint auf den erften Blick überflüflig, weil wir ja bereits eine 9-Watt-Fünfpolendröhre in der A-Reihe befitzen, nämlich die AL 2. Vergleicht man aber beide Typen genauer miteinander, treten eine ganze Reihe beträchtlicher Vorteile und Verbeflerun- gen bei der AL 4 zu Tage. Vor allem ift die Steilheit mit 9mA/V bedeutend höher. Entgegengefetzt zur AD 1 brauct die fteile AL 4 keine zufätzliche Verftärkerftufe, fondern kann direkt von

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Ein Röntgenbild der neuen Fünfpol-Endröhren AL 4 und CL 4. (Aufnahme Telefunken)

Die Fünfpol- endröhre AL 4, wenn man den Glaskolben zerfchlägt. (Aufnahme Te- lefunken)

einer Doppelzweipolröhre ausgefteuert werden, ihr Gitterwech- felfpannungsbedarf liegt für die volle Ausfteuerung bei etwa 3,0 Volt eff.

Um fich ein Bild von der fehr hohen Spannungsverftärkung bei der AL 4 machen zu können, fei angegeben, daß bei der Steilheit von 9 mA/V und einem 7000-2-Außenwiderftand bei der AL 4 eine 57 fache, bei der AL 1 eine 17 fache und bei der AI, 2 lediglich eine 15 fache Verfiärkung erreicht wird. Eine Schaltung, die die AL 4 als Endröhre benutzt, hat alfo gegenüber einer Schaltung mit der Al, 1 oder AL 2 eine über dreifach höhere NT- Verttärkung.

In einfacher Endftufe gibt die Fünfpolendröhre AL 4 bei einer Ausfteuerung bis zum Gitterfiromeinfatz etwa 4,0 Watt Aus- gangsleiftung bei 10% Klirrfaktor (bei der Dreipolröhre läßt man nur 5% zu). Hierzu gehört als günftigfter Außenwiderftand ein folcher von rund 7000 2. It man mit kleineren Leiftungen zufric- den, läßt die Al. 4 eine äußerft verzerrungsarme Wiedergabe zu, bei 3 Wait Niederfrequenzleiftung beträgt die Verzerrung (bei Ra == 7000 2) beifpielsweife nur etwas über 4% und bei 2 Watt fogar nur noch knapp 3%.

Die Paralleltype zur Wechfelftromröhre AL 4 ift in der All- ftromreihe (C-Röhren) die indirekt geheizte 9- Watt-Fünfpol- endröhre CL4, die im Vergleich mit der CL 2 ebenfalls ver- Ichiedene Verbeflerungen aufweift. Intgegengefetzt zur AL 4 hat ınan bei der CL 4 aus den bekannten Gründen (Brummgefahr) das Steuergitter oben am Kolbendom angefcloflen.

Mit Rückficht auf den Verwendungszweck der CL 4 als Allftrom- röhre wurde als maximale Anodenfpannung 200 Volt feftgelegt, fo daß bei gleicher Ausgangsleiftung der Röhren AL 4 und CL 4 bei der CL 4 ein Anodenfirom von 45 mA fließt. Die Steilheit ift bei der CL 4 mit 8 mA/V zwar etwas kleiner als bei der AL 4, beträgt aber mehr als das Doppelte der Steilheit der CL 2. Prak- tifch gefehen bedeutet das, daß ein Gerät mit der CL 4 als End- röhre eine annähernd 21, fahe höhere Verftärkung aufweilt, als wenn das Gerät mit eimer CL 2 beftückt wäre. Auch in puncto Verzerrungsfreiheit ift die CL 4 der CL 2 überlegen. Bei einer Ausfteuerung bis zum. Gitterfiromeinfatz und bei einem Außen- widerftand von 4500 2 gibt die CL 4 bei einem Klirrfaktor von 10% eine Ausgangsleiftung von 4 Watt ab. Zu diefer Ausgangs- leifiung ift eine Gitterwechfelfpannung von etwa 5 Volt eff. er-

forderlich, fo daß audı bei der CL 4 auf eine zufätzliche Vorver- flärkerftufe verzichtet und die Röhre gleich hinter den HF-Gleidı- richter gefetzt werden kann.

Während aber die CL 2 fpeziell für eine niedrigere Schirmgit- ter- und Anodenfpannung gebaut wird und dementfpredhend auch beim Betrieb an 110-Volt-Netzen immer noch eine genügende Lei- itung abgibt (bei einer Anoden- und Schirmgitterfpannung von 90 Volt, bei einem Anodenftirom von 45 mA, bei einem Außen- widerftand von 2000 2 und bei 10% Klirrfaktor eine Ausgangs- leiftung von etwa 1,6 Watt), verfagt die CL 4 bei niedrigeren Spannungen und gibt bei einer Anoden- und Schirmgitterfpan- nung von 100 Volt, bei einem Außenwiderftand von 4500 2, bei cinem Klirrfaktor von 10% und bei Ausfteuerung bis zum Gitter- firomeinfatz nur annähernd 0,6 Watt Niederfrequenzleiftung ab. Aus diefer Gegenüberftellung geht alfo hervor, daß man die CL 4 eigentlich nur bei einer Anodenfpannung von 200 Volt ver- wenden follte. Befteht aber Ausficht, daß das Allftromgerät auch einmal an einem 110-Volt-Netz betrieben wird, bleibt man vor- teilhafter bei der alten CL 2.

Die außerordentlich hohen Steilheiten der neuen Endröhren erfordern mit Rückficht auf die leichte Möglichkeit der Entfiehung von Selbftfdhwingungen und hochfrequenten Rüdkopplungen (Ultrakurzfiörfhwingungen) befondere Vorficdıtsmaßnahmen beim Aufbau der Geräte. Hierzu gehört u. a., die Leitungen zu den Polanfhlüffen der Röhren fo kurz als nur möglich zu machen und Leitungskapazitäten zu vermeiden. Um das Auftreten von Ultrakurzftörfhwingungen zu verhüten, empfichlt es fich ferner, unmittelbar vor die Gitteranfcdlüffe befondere Schutz- widerfliände (Dämpfungswiderftände) einzubauen, die eine Größe von 100 bis 1000 2 haben. Manchmal zeigt es fidı audı erforder- lih, in die Schutzgitterleitung ebenfalls einen Widerftand von etwa 1000 zu legen. Herrnkind.

Die Daten der neuen Röhren. (Vorläufige Daten)

Type AD 1 | AL4 | CL+ Heizfpannung >. 4,0 4,0 33 Volt. Heizfron- nn 0,95 1,75 0,200 Amp. Heizieliunpen RA sr 3,8 7,0 6,6 Watt Anodenfpannung max. ............ 250 250 200 Volt Schirmgitierfpannung max. ... 250 200 Volt Steuergittervorfpannung ca. ... —45 —n —8,5 Volt Anodenftrom ...............ernernn. 60 36 45 mA Helle. anne 6 9 8 mA/V DEITCHBRLLT. Cası22. Range! 25 0/o Innenwiderftand ca. ............... 670 70.000 45 000 Ohm Anodenbelaftung max. ............ 15 9 9 Watt

Die Einzelteile der AL 4. Oben:

Glaskolben, Qucetfhfuß; erite Reihe von links nach redıts: Stützglimmer, Heizfaden, Kathodenröhrchen, Steuergitter, Schutz-

gitter, Bremsgitter, zwei Anodenhälften; zweite Reihe: unterer und »berer Zentrierglimmer, Küblfahnen, Verbindungsdraht, Holierfchlaudı, Gitterpfanne, Sockel. (Werkaufnahme Valvo)

Einzelheiten von Rumäniens neueltem Sender

Die technifche Einrichtung des kürzlich fertiggeftellten Senders Kronftadt (160 kHz, 1875 m) lieferte die englifche Marconi-Gefell- fchaft. Der benötigte Strom für den Sender wird felbft mit drei Diefelmotoren von je 700 PS hergeftellt, fo daß die Anlage aus dem eigentlihen Sendergebäude und dem eigenen Kraftwerk be- fteht. Das Kühlwafler für die Röhren wird übrigens aus einem 605 m tiefen Brunnen bezogen. Der Sender felbft verfügt an fei- nem Standort nicht über eigene Senderäume, fondern bezieht fein Programm auf einer Kabelleitung der Telefongefelllhaft aus Bu- kareft.

Superhets für die Sommerreife

Die „Rennwagen“ unter den tragbaren Empfängern find zwei Superhets, beides Geräte mit fünf Röhren, die an der eingebauten Rahmenantenne jederzeit und an jedem Ort mehrere Rundfiunkfender zur Auswahl bieten. Wem es nicht fo fehr auf Gewicht und Preis, fondern darauf ankommt, daß er auch auf der Reife über höchite Empfangsleiiltungen verfügt, der wird fich für eines diefer beiden Geräte enticheiden. Sie find zudem in ihrem Aufbau fo grundver- ichieden voneinander, daß auch in diefer Empfänger-Gruppe ganz

unterichiedliche Ansprüche erfüllt werden können.

Die deutfche Funkinduftrie baut zwei Kofferempfänger mit Superhetfchaltung, beide mit fünf Röhren, beide mit eingebautem Rahmen und mit permanentdynamifchem Lautfprecher, beide mit Heizakkumulator und Anoden-Trockenbatterie, beide überra- ichend leiftungsfähig; und doch wiegt der eine Empfänger nur cut die Hälfte des anderen. Der kleine Super-Koffer ift rund 9,5 kg {(dhwer, der große rund 18,7 kg. Der kleine nimmt einen Raum von rund 16 Kubikdezimeter ein, der große einen folchen von rund 36 Kubikdezimeter. Der Unterfchied im Preis ift dagegen fehr viel kleiner: der kleine Koffer-Superhet koftet mit Röhren und Batterien rund RM. 240.—, der große rund RM. 345.—.

Die äußeren Eigenfchaften.

Trotz der fehr erheblichen Unterfchiede oder gerade deshalb, weil die beiden Empfänger fo unterfchiedlich aufgebaut find, ha- ben beide ihre Lebensberechtigung. Man kann nicht grundfätzlich dem einen von den beiden Empfängern den Vorzug geben, fon- dern man wird einmal den großen, das andere Mal den kleinen Empfänger bevorzugen, je nachdem, welche Forderungen an das Gerät geftellt werden. Ein fehr erheblicher Unterfchied befteht nämlich auch hinfichtlich der äußeren Bauart, alfo der Kofferform: während das große Gerät einen Koffer mit tiefem Deckel darftellt, der während des Empfangs aufgeklappt werden muß, da nur fo die Lautfprecheröffnung freigelegt werden und man an die Be- dienungsgriffe gelangen kann, liegen bei dem kleinen Koffer Schalter und Drehknöpfe fowie Skala oben neben dem Traggriff, und die Lautfprecheröffnung liegt frei, wenn man eine kleine feit- liche Klappe öffnet. Wenn audı nicht daran zu denken ift, daß man mit einem Koffer-Superhet eine Wanderung macht und unterwegs während des Marfches Rundfunkmufik hört, fo erleich- tert die zweite Bauart den Empfang in Kraftwagen, auf dem Mo- torrad, im Boot und Flugzeug doch bedeutend, weil bei ihm kein geräumiger Deckel im Weg ficht. Legt man auf diefe Bequemlich-

Die beiden deuifchen Koffer-Superheis betrichsklar.

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Zwei Kofter-Superhets zur Reife bereit.

keit während der Fahrt nicht den entfcheidenden Wert, fo wird man mit dem großen Koffer befler fahren. Da der Koffer von einer wefentlich größeren Rahmenantenne die Flächen der An- tennen ftehen im Verhältnis wie etwa 10:17 und von einem größeren und fchwereren und damit befleren Lautfprecher Ge- brauch macht, ift er empfindliher d. h. weitreichender und bei größerer Lautftärke klangfchöner. Aber: er koftet natürlich auch bald die Hälfte mehr, als der kleine Koffer-Superhet.

Der Koffer-Superhet ift nicht nur irgend ein tragbarer F.mp- fänger, der die Überlagerungsfchaltung benutzt, fondern ein hodh- wertiges Gerät mit ausgefprochenen Super-Eigenfcaften. So ift der Empfänger von einfachfter Bedienung; genau wie ein Netz- empfänger befitzt er eine überfichtliche Skala mit eingetragenen Sendernamen und hat nur einen Knopf, mit dem die Abftimmung vorgenommen wird. Neben dem Abftimm-Griff ift lediglich ein Drehknopf für die Lautftärkeregelung vorhanden, außerdem na- türlich der Wellenfchalter. Der kleine Koffer-Superhet kann auf Kurz-, Mittel- und Langwellen umgefcaltet werden; der große Koffer verzichtet auf den Kurzwellen-Bereich. Natürlich ift es auch bei dem kleinen Gerät undenkbar, Kurzwellen mit der eingebau- ten Rahmenantenne zu empfangen, man muß vielmehr eine offene Antenne und eine Erdleitung an dafür vorgefehene Buchfen an- fchließen. Das empfiehlt fih auch beim Mittel- und Langwellen- empfang, da man hierdurch Reichweite bzw. Lautftärke des Ge- rätes erheblich herauffetzen kann. Der große Koffer-Superhet hat keine Anfchlußmöglichkeit für eine Außen-Antenne; er kann hier- auf verzichten, da ja fein Rahmen bedeutend aufnahmefähiger if.

Der große Superhet-Koffer befitzt einen felbfttätigen Einfchal- ter; öffnet man den Deckel des Empfängers, fo wird der Heiz- ftrom eingefchaltet und das Gerät beginnt zu arbeiten; fchließt man ihn, fo wird der Heizftrom felbfttätig unterbrochen. Es ift alfo unmöglich, den Empfänger aus Verfehen eingefchaltet zu laf- fen, wenn man ihn im Wagen oder Boot verftaut. Der kleine Kof- fer hat ein befonderes Schaltichloß, für 'deflen Bedienung ein kleiner Schlüflel erforderlich ift; fo verhindert man, daß der Emp- fänger widerrechtlich in Betrieb gefetzt wird. Die Einftellung auf einen Sender ift bei beiden Geräten genau fo einfach, wie beim Heim-Empfänger; man ftellt den gewünfditen Sender auf der Skala ein und dreht den Lautftärkegriff auf und fchon hat man den Sender im Lautfprecher, vorausgefetzt natürlich, daß er mit genügend großer Feldftärke am Empfangsort ankommt. Will man ein Übriges tun, fo kann man den Koffer anheben und um feine eigene Achfe drehen, um die Richtwirkung der Rahmen- antenne zur Geltung zu bringen; man fiellt den Koffer fo hin, daß der eingeftellte Sender am lauteften empfangen wird. Befon- ders weit entfernte oder fhwadıe Sender können unter Ausnut- zung der Rahmen-Richtwirkung befler empfangen werden.

Die inneren Eigenfchaften.

Beide Superhet-Koffer find außerordentlich empfindlich; fo war cs beifpielsweife in einem Vorort Berlins am Tage jederzeit mög- lich, mit dem eingebauten Rahmen neben Berlin größere Fernfen- der, wie Leipzig, Breslau, Hamburg, Prag und München lautftark zu empfangen. Außerhalb der Stadt, im freien Gelände, erhöhte lich der Tagesempfang auf die doppelte bis dreifache Zahl der Sender; in der Stadt waren erheblich weniger aufzunehmen, weil das Stör-Grundgeräufch hier entfprechend ftärker in Erfcheinung trat. Abends brachten beide Empfänger faft alle hörenswerten europäifchen Stationen. Der große Koffer erwies fih am Rahmen allein natürlich als leiftungsfähiger; fchloß man an den kleinen

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Koffer 5 bis 10 m frei ausgefpannten Draht an, fo war zwifchen beiden Geräten fchwer ein Unterfcdied feftzuftellen.

Der praktifhe Empfangsbetrieb ließ aber eine andere Frage wichtig erfcheinen, die gerade bei fo großen Kofferempfängern unbedingt gelöft werden muß, die der Stromverbrauds- Kontrolle. Beide Empfänger erfordern ziemlich ftarke Betriebs- firöme: der Heizftrom beträgt 0,68 bzw. 0,77 Amp., der Anoden- ftrom 15 bis 17 mA. Wenn aud beide Geräte Heizakkumulatoren anwenden, fo muß man fich doch mit ziemlich kurzen Hörzeiten eine einzige Ladung vorausgefetzt zufrieden geben; die Empfängerfabriken beziffern diefe Zeit bei täglich dreiftündigem Empfang auf 35 bis 60 Stunden. Ift man in der Sommerfrifche und hört man diefe drei Stunden täglich, fo entfpricht das einer Hör- zeit von 12 bis 20 Tagen. Empfängt man regelmäßig, fo kann man fih noch einigermaßen einen Überblick darüber fchaffen, wann die Batterien erfchöpft fein müflen; nimmt man den Empfänger aber ftändig mit ins Wochenende, fo hat man bald keine Vorftel- lung mehr davon, welche Strommenge in Heizakkumulator und Anodenbatterie noch aufgefpeichert fein kann. Es kann paflieren, daß man den Rundfunk-Koffer am Sonnabend Mittag mit ins Gebirge nimmt und der Akkumulator bereits beim Vefper-Kon- zert ftreikt. Eine regelmäßige Spannungsmeflung, wie fie bei einer Heiz-Trocenbatterie den erwünfchten Auffchluß geben dürfte, hilft hier nicht viel, da die Spannungskurve des Sammlers zwifhen voll geladenem und entladenem Zuftand nur um 10% nadhläßt. Es wäre deshalb zu wünfchen, wenn man die Koffer- empfänger mit einem Uhrwerk ausftatten würde, das einen Zeiger über eine Betriebsftunden-Skala bewegt. Beim Einfetzen eines frifh geladenen Akkumulators zieht man das Uhrwerk auf und ftellt den Zeiger auf Null. Da das Uhrwerk mit dem Schalter ge- kuppelt ift, läuft es ftets fo lange, wie der Empfänger eingefcal- tet ift. So kann man jederzeit die Betriebsftunden-Zahl ablefen, die der frifch geladene Akkumulator bereits hinter fich hat. Man fieht alfo deutlicı, wann er fich feinem Ende nähert, und kann für rechtzeitige Aufladung forgen. Ein kleines Rädchen wird bei jeder Ladung um eine Zahl weitergedreht; weiß man, wieviel La- dungen des Sammlers der Hörzeit der Anodenbatterie entfpre- chen, fo kennt man auch die in letzterer noch vorhandene Strom- a und kann ebenfalls rechtzeitig eine neue Batterie be-

en.

Vollgeftoptt mit Einzelteilen, Röh-

ren und Batterie - das ifl ein moder- Koffer-Super- (Sämtl. Aufn. Schwandt)

ner het.

Koffer-Superhet Körting KS 6240

© geschlossener Kontakt

Der Empfänger gehört in die Gruppe der Sechskreis-Fünf- röhren-Superhetempfänger, die einen Eingangs-, einen Überlage- rerkreis und zwei je zweikreifige Zwifchenfrequenz-Bandfilter be- fitzen. Die Selbftinduktion des erften Kreifes wird zum Teil von der umfchaltbaren Rahmenwiclung, zum Teil von Zufatzfpulen gebildet, die durdı Irimmer fein abgeglichen werden. Als Mifch- röhre dient eine Achtpol-Röhre in üblicher Schaltung. An die Anode ift das Zwifchenfrequenz-Eingangsfilter angefchloflen; dar- auf folgt eine Fünfpol-Regelröhre, die die ZF-Verltärkung be-

Beim Braun-Koffer- Superhet find die Be- dienungsknöpfe und die Skala von außen zugänglich.

Kofferempfänger auch für den Kraftwagen geeignet.

So find wir alfo fchon mitten darin, an die Kofferempfänger Wünfche zu äußern, Wünfce, die fich früheftens im nächften Jahr erfüllen können. Aber auch in ihrer jetzigen Bauart entfprechen die Koffer-Superhets bereits fehr hochgefpannten Forderungen. Sie find das fei hier ausdrücklich betont auh ausgezeicd- nete Kraftwagen-Empfänger, univerfeller als diefe, und doch etwa gleich leiftungsfähig. Es wird viele Rundfunkhörer ge- ben, die nicht in der Lage find, einen Betrag von rund 300 Mark allein für einen Autoempfänger aufzuwenden, den man nur im Wagen gebrauchen kann, aber fonft nirgends, die dagegen gern einen gleich teuren Koffer-Superhet kaufen, den fie ja fowohl im Wagen, als aud fonft überall gebrauchen können, wo fie fich ge- rade aufhalten. Natürlih muß die Zündanlage des Wagens bei einem Kofferempfänger genau fo entftört werden, wie bei einem feft eingebauten Kraftwagen-Empfänger, denn beide Geräte find etwa gleich empfindlih und den Störfhwingungen im gleichen Maße ausgefetzt. Es zeigt fih aber fchon heute deutlich aus der großen Nachfrage nach Koffer-Superhets, die häufig von Auto- Befitzern kommt, daß diefe den Kofferempfänger dem felft. ein- gebauten Kraftwagen-Empfänger gern vorziehen. So fcheint der hochwertige Kofferempfänger in Deutfchland, wo fich der Kraft- wagen-Empfänger bisher nur fhlecht einführen konnte, feine be- fondere Verbreitung gerade in der Konkurrenz zum Kraftwagen- Empfänger zu finden. Erich Sciwandt.

Koffer-Superhetempfänger koiten und verbrauchen: Röhrenkoften je 100 Std.

4 hr 2 Batteriekoften Preis mit Röhren | Preis der Röhren | bei einer Lebensdauer | = von 1200 Stunden je Hörftunde RM RM RM RM 239,50 bis 345,60 | 56,25 bis 59,50 | 4,69 bis 4,96 | 0,12 bis 0,18

Welchen Raum die Koffer-Superhets brauchen und was fie wiegen.

Typ Länge | Breite | Tiefe: et Antennenart | Lautfprecer mm mm mm kg

Braun 325 300 165 0,5 Rahmen und | Permanent-

BKS 36 offene dynamifcer

Körting 470 360 215 18,7 Rahmen Permanent-

KS 6240 dynamifcher

forgt. Sie wird in ihrer Verftärkung von Hand geregelt, indem man die Gittervorfpannung ändert; auf diefe Weife wird die Lautftärkeregelung durchgeführt. Über ein zweites ZF-Bandfilter ift das Audion angekoppelt, eine Fünfpol-Schirmröhre, auf die nun der Niederfrequenzverftärker folgt, der aus der Treiberröhre KC3 und der Doppel-Dreipol-Endröhre KDD1 befteht, die in B- Schaltung arbeitet. Auf diefe Weife liefert das Gerät mit einem en Anodenftrom-Aufwand eine ziemlih große Ausgangs- eiftung.

@)e/ rot

Kleiner Lauti[precher und dennoch gute Wieder- gabe der tiefen Töne

Je geringer die äußeren Abmeflungen des Lautfprechergehäufes oder der Schallwand find, defto weniger kommen bekanntlich die tiefen Frequenzen zur Geltung. Der Grund dafür liegt darin, daß fidh die beiden Schallfelder, die jeder Lautfprecher befitzt näm- lich eines vor und eines hinter der Membran gegenfeitig auf- heben, wenn nicht eine trennende Wand dazwifchen liegt. Für die hohen Schwingungen genügt als Trennwand bereits die Membran- fläche, dagegen ift für die tiefen Töne eine große Schallwand oder ein entfprechendes Gehäufe erforderlih, das fih an die Mem- brane anfchließt. Nun ift aber eine große Schallwand oft ein recht unbequemes und läftiges Stück Möbel, deflen äußere Form felten im Einklang zum Stil des Zimmers fteht. Befonders unangenehm liegen die Dinge, wenn der Lautfprecher häufig transportiert wird oder gar mit auf die Reife genommen werden foll.

Es gibt außer der Schallwand noch ein zweites, allerdings weni- ger bekanntes Mittel, die gegenfeitige Kompenfation der beiden Schallfelder zu vermeiden. Es befteht darin, das nadı rückwärts gekehrte Feld durch eine akuftifhe Dämpfung fo zu fchwäcen, daß es keinen Schaden mehr anrichten kann. Man kann auf diefe Weife bereits bei fehr kleinen Lautfprechern eine beträchtliche Klangverbeflerung erreichen. Von der Brauchbarkeit des Prinzips

lose zusammengelegte Wolldecke (im Querschnitt gezeichnet)

Hinter dem Lautfprecherchaflis befin-

det fich eine lofe gewickelte und her-

umgelegte Wolldecke, bei deren An-

bringung darauf zu achten ift, daß

die Membrane en nicht berührt wird.

Füllung aus Watte oder ähnlichem ddmpfenden Material

konnte fih der Verfafler noch unlängft durch einige Verfuche überzeugen. Grundfätzlic ift ein entfprechender Verfuch bereits mit fehr geringen Mitteln möglich. Es ift nur erforderlich, den von feinem Gehäufe oder der Schallwand befreiten Lautfprecher mit feinem Metallkorb in ein großes weiches Kiflen, eine Sofaecke oder dergleichen zu drücken, ohne ihm dabei an feiner Membrane wehe zu tun. Man wird eine deutliche Verftärkung der tiefen Töne feftftellen, die noch durdı eine Schwächung der hohen Schwingungen unterftützt wird. Diefe Schwächung der hohen Ton- lagen wirkt fich auch auf die Gefamtlautftärke verringernd aus, weil nunmehr der von dem rückwärts gerichteten Feld her- rührende Schall, der fonft durch Reflektion an den Wänden auf Umwegen unfer Ohr erreichte, in Fortfall kommt. Diefe geringe Lautftärkeverringerung, die fidı zudem nur in einiger Entfernung vom Lautfprecher bemerkbar macht, weil didıt vor der Membrane ohnehin das nach vorn gerichtete Feld dominiert, wird man aber gern in Kauf nehmen, wenn als Ausgleich dafür eine in hohen und tiefen Frequenzen ausgeglichene von einer Stelle herrührende Wiedergabe die Folge ift.

Für die praktifche Ausführung eines derartigen „gedämpften“ Lautfprechers können folgende erprobte Ratfchläge gegeben wer- den: Das Gehäufe braucht nur wenig größer zu fein als das Laut- fprecherchaflis. Die ungefähre Größe geht aus der Abbildung her- vor. Luftlöcher in der Rückwand erübrigen fih auf Grund des hier gewählten Prinzips. Das Gehäufe ift alfo bis auf die Schall- öffnung allfeitig gefchloflen. Ob bei der Zufammenfetzung die das Chaflis tragende Vorderwand oder die Rückwand zuletzt montiert wird, ift an fich gleichgültig und richtet fih danach, wie das dämp- fende Material angebraht wird. Der Verfafler benutzte zur Dämpfung eine lofe zufammengerollte Wolldecke, die um den Chafliskorb herumgelegt wird, fo daß die Öffnungen im Metall- korb davon lofe bedeckt find. Es ift unbedingt zu vermeiden, daß das dämpfende Material durcı die Öffnungen des Korbes hin- durchgreift und gegen die Membrane drückt. Audı darf das dämp- fende Mittel nicht feft aufeinandergepreßt werden, fondern das Tuch foll lofe gewickelt werden, damit die Dämpfung gleichfam fchichtweife erfolgt. Es wird dadurdı auch die dämpfende Rük- wirkung auf die Membran felbft vermieden oder wenigftens klein

er = hr Corn 1%

gehalten. Denn die Membran würde bei einem kompakten dämp- fenden Polfter infolge der eingefchloffenen Luft in ihrer Be- wegungsfähigkeit ftark behindert werden. Den nadı Einbringen der Wolldecke noch verbleibenden Raum füllt man lofe mit Watte oder ähnlichem Material.

Wenn der Lautfprecher fpeziell für tragbare Empfänger be- ftimmt ift, fo vergefle man nicht, die Vorderwand durch eine Tür abfdıließbar zu machen, um die Membran vor Befchädigung zu fchützen.

Aud bei Schallwandlautfprechern kann durch Dämpfung des rückwärts gerichteten Schallfeldes eine zufätzlihe Verbeflerung erzielt werden. Eine Dämpfung ift dann befonders zu empfehlen, wenn die Schallwand in der Nähe einer Zimmerwand aufgeftellt wird, welche das rückwärtige Feld nach vorn reflektieren könnte. H. Boucke.

Ein Ladeltöplel— [elbitgebaut

Der Akku wäre eine billige und einfache Stromquelle, wenn man die im Laufe der Zeit doch koftfpielige Laderei außer acht laffen könnte. Da gibt es nun eine einfache Art, den Akku fozu- fagen koftenlos zu laden: Man fchaltet ihn einfach in das Netz der Wohnung ein. Wird dann z. B. durch Glühlampen an irgend einer Stelle Strom verbraucht, fo wirken die Lampen als Vor- fchaltwiderftand und der Akku wird geladen. Die Helligkeit der brennenden Lampen wird durch den Widerftand des Akku fo wenig beeinflußt, daß ein Helligkeitsunterfchied mit dem bloßen Auge nicht wahrzunehmen ift.

Am leichteften ift die Einfchaltung an den Sicherungen möglich, wenn wir einen Sicherungsftöpfel entfprechend umbauen.

Wir drehen die Schraubkapfel S aus dem Sicherungselement und meflen den lichten Durchmefler des Metallgewindes G; er wird 2,3—2,5 cm betragen. Dann fägen wir aus irgend einem Reftchen Ifoliermaterial (Fiber, Trolit, Preßfpan) die runde Scheibe B, heraus, deren Durchmefler gerade dem des Metall- gewindes entfpricıt. Nun fchneiden wir noch eine zweite Scheibe aus demfelben Ifolierftoff (Scheibe B,) aus, deren Durchmefler dem der vorderen Öffnung der Schraubkapfel entfpricht (meift 1,9—2,1 cm). Diefe Öffnung ift mit einer Glasfcheibe und einem Sprengring verfchlofflen, fo daß wir beide Teile erft entfernen müflen, um die Scheibe B, an Stelle des Glasplättchens treten lafflen zu können. Die beiden Scheiben, die etwa eine Stärke von 2—4 mm haben follen, werden genau in der Mitte durch- bohrt. Mit der 2—3 cm langen Zylinderkopffchraube Z, den drei dazupaflenden Muttern M,, M, und M, und den zwei Beileg- fheiben E, und E, werden jetzt die beiden Platten B, und B, fo in die Schraubkapfel S eingefetzt, wie es Abbildung 1 zeigt. (Die Durchbohrungen von B, und B, follen fo groß fein, daß fich die Schraube Z eben noch durchzwängen läßt; ihr Durchmefler und damit der Durchmefler der Schraube Z foll 2,5 mm nicht über- fchreiten.) Bei der Wahl der Gewindefchraube fuche man fich eine mit möglichft flachem, aber breitem Kopf heraus. Hat man die Mutter M, feft angezogen, fo fchraubt man als Gegenmutter M, auf, legt die beiden Beilegfheiben E, und E, oben auf und dreht die Mutter M, lofe auf die Beilegfcheiben. Zwifchen fie klemmt man nun das eine blanke Ende D, einer doppelpoligen Gummiaderlitze, das andere Ende D, fchlingt man um das Me- tallgewinde G (möglichft nahe bei der Porzellanhülle P), würgt es feft und verlötet es gut. Steckt man jetzt wie gewöhnlich die Sicherungspatrone in die Schraubkapfel und dreht das Ganze in das Sicherungselement, fo könnte man an den beiden freien

Enden der Litze V bereits den Akku laden.

Abb. 1. Ein Schnitt durch den felbftgebauten Lade- ftöpfel mit den beiden Anfchlußleitun- gen. Wer ein übriges tun will, kann den oberen Anfhluß noch gegen Berührung fidhern.

Die Handhabung des Ladeftöpfels erleichtern uns zwei Stecker St, und St, und eine Kupplung K. Wir ftecken den Stecker St; und die Kupplung zufammen und durchbohren fie, wie Abb. 2a und zeigen. Der Durdimefler der Bohrung foll etwa 2mm betragen. In die Bohrung des Steckers St, fchrauben wir nun

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die etwa 1,5 cm lange Gewindefchraube L ein; ihr Durchmefler muß eine Kleinigkeit größer fein als der der Bohrung, fo daß fie ih nur mit gelinder Gewalt einfchrauben läßt. Die Bohrung O der Kupplung K weiten oder bohren wir vorfihtig um 1—2 mm aus; beim Zufammenftecken von K und St, muß dann das Schräub- chen L leicdıt durch die Bohrung O der Kupplung gleiten.

Abb. 2 und 2a Damit der Stecker und die Kupplung immer polrichtig zu- fammengcefteckt werden, emp- fichlt fich die Anbringung ciner Schraube,

Durch diefen kleinen Kniff erreichen wir, daß St, und K immer nur in einer befiimmten Lage zufammengeftekt werden können,

Die Kusrzuysllag ——

Für die neuzeitliche Amateurltation: Univerlal-Frequenzmeller für Wechlelltrom

Da alle Sendelizenzinhaber eine Frequenzmeßeinrichtung be- fitzen müflen und andererfeits nach der derzeitigen gefetzlichen Regelung auch dem Empfangs-Amateur die Verwendung eines Röhrenfrequenzmeflers geftattet ift, fei nachfolgend ein neuzeit- licher Frequenzmefler größerer Meßgenauigkeit für den Selbfibau befchrieben.

Schaltung.

Wir verwenden die fogen. ECO-Scaltung, d. h. die elektronen- gekoppelte Schaltung, bei der die Kathode (Abb. 1) Hochfrequenz- fpannung führt und das Schirmgitter über einen Kondenfator von 0,1 uF geerdet ift. Einer der größten Vorzüge diefer Schal- tung befteht in der Rückwirkungsfreiheit zwifhen dem frequenz- beftiimmenden Teil des Gerätes und dem Anodenkreis. An den elektronengekoppelten Ofzillator fchließt fih dann ein Anoden- gleichrichter mit automatifcher Gittervorfpannung an. Da der Gleichrichter die Sendefrequenz empfängt und durch Überlage- rung mit dem Ofzillator der Schwebungston erzeugt wird, er- halten wir auch einen ausgezeichneten I'onprüfer. Unfer Meß- gerät erfüllt alfo zwei wichtige Aufgaben. Wir können Frequen- zen des eigenen Senders und jedes beliebigen im Eınpfänger ein- geftellten Amateurfenders meflen, fowie aucdı die Tonqualität unferes Senders prüfen und außerdem eine einfache Überwachung der gefendeten Zeichen durchführen.

Im Gitterabftimmkreis des Ofzillators finden wir die übliche Bandabftimmung. Der Bandkondenfator ift 80 cm groß, der ver- änderliche Abftimmkondenfator befitzt 25 cm Endkapazität. Die parallel liegende Spule ift für das 160-m-Band dimenfioniert. Sie befitzt 60 Windungen (Kupferdraht 0,2 mm &, 2x Seide) und wird mit der in der Kathodenleitung liegenden zweiten Spule von 18 Windungen (Kupferdraht 0,2 mm, 2x Seide) auf einen ver- luftarmen Calit-KW-Spulenkörper (Durchmefler 25 mm) gewickelt. Als Schwingröhre eignet fich befonders gut die füftlofe HF-Fünf- polröhre AF7. Der bei diefer Röhre getrennt herausgeführte Fanggitteranfchluß bewirkt nämlich, mit dem Schirmgitter verbun- den eine weitere Steigerung der Rückwirkungsfreiheit zwifchen Schwingungskreis und Anodenkreis. Die Schirmgitterfpannung von —50V' erzeugt ein aus zwei Feftwiderftänden (0,03 und 0.05 M2) beftehendes Potentiometer. Die Ankopplung des Ano- dengleichrichters erfolgt über die Kurzwellen - HF - Drofiel HD 1

Abb.?2. Die Frontplatte mit 10-teiligem Nonius Anodenkreisinftrument, Signal-Lampe, Kopfhörer- Anfıhluß und Netz-Schalter.

d. h. daß immer diefelben Pole miteinander verbunden werden. Die Kupplung K wird jetzt an die freien Enden der Litze an- gefchloflen, der Stecker St, an eine weitere Gummiaderlitze. Dann ftekt man Kupplung und St, wieder zufammen, fchraubt die Schraubkappe in das Sicherungselement, fchaltet einen Strom- verbraucer ein und prüft an den Enden der zweiten Gummiader- litze die Pole. Am Minus-Pol befeftigt man einen roten, am Plus- Pol einen fhwarzen Kabelfchuh. Nun werden noch die Stecker- ftifte des Stecers St, mit einem dicken, blanken Kupferdraht kurzgefchloflen und unfer Ladeftöpfel ift fertig. Als Berührungs- fhutz umwickeln wir nur noch alle blanken, hervorftehenden Teile der Schraubkapfel S mit Ifolierband. Alfo befonders die zwei Beilegfheiben E, und E,, die drei Muttern M,, M, und M,, das hervorftehende Ende der Schraube Z und die blanken Draht- enden der Litze D, (eventl. auch D,). Das Ganze koftet kaum 60 Pfg.

H. Mauck.

Abb. 3. Schwingkreis u. Git- terkombination find hier befonders deutlich zu iehen.

und einem 200-cm-Blockkondenfator. In der Kathodenleitung der als Gleichrichter verwendeten AC 2 liegt ein 10-k2-Widerftand. Er erzeugt die nötige Gittervorfpannung. Der Ausgang des Anoden-

| Sspf

AF7

35000 m

1 en Ö = as Ku = > ee 2 &0 a 4 G7 G G WÄR, WR, ID

GR150

Abb. 1. Die vollfiändige Schaltung des KW-Meßgerätes.

gleichrichters ift gleichftromfrei gehalten. Ein 2-„F-Kondenfator hält den Anodengleichftrom vom Kopfhörer fern. Insgefamt find zwei Kopfhöreranfclüfle vorgefehen. Der eine rückwärtige (K,) ift für einen etwa anzufchließenden Verftärker gedacht (beim Ab- hören der eigenen Sendung im Lautfprecher), der andere (K,) für einen Betriebskopfhörer (Anfchluß an der Frontplatte), der beim Empfangen auf den Empfänger umgefcaltet wird.

Bisher glaubte man, hohe Frequenzkonftanz nur bei batterie- betriebenen Wellenmeffern erreichen zu können. Wenn man den Netzteil entfprechend ftabilifiert und ihn hodıfrequent abriegelt, wird die Frequenzkonftanz des netzbetriebenen Gerätes der des batteriebetriebenen ebenbürtig. Etwaige Spannungsfchwankungen gleicht die Glättungs-Glimmröhre GR 150 aus. Sie muß bei 240 V Eingangsfpannung einen Vorfchaltwiderftand von 2000 Q verwen- den. Die geglättete Ausgangsfpannung beträgt dann + 170 Volt. Die für den Vollweggleichrichter G 504 notwendige Wechfelfpan- nung von 2X 250 V liefert der Netztransformator N 28 B. Nadı der Droflel D, beträgt die Gleichfpannung bei Belaftung durch die Röhren des Gerätes und bei Verwendung von zwei 16-uF-Elek- trolytkondenfatoren in der Siebkette 240 Volt. In der Netz- leitung liegt eine 0,5-Amp.-Sicherung. Außerdem ift in beiden Netzleitungen ein HF-Störfchutz HD in Verbindung mit zwei Ent-

ftörungskondenfatoren (je 0,03 uF) vorgefehen. Zur Befeitigung von Brummftörungen find nodı die Heizleitungen der AF7 mit zwei 5000-cm-Kondenfatoren überbrückt.

Autbau.

Bei Frequenzmeflern muß der Aufbau möglichft ftabil erfolgen. Sämtliche Schrauben follen durdı Lack gegen Lockerung gefichert werden. Zum Aufbau benutzen wir ein Aluminium-Chaflis (250 x220x70 mm). Das Gerät ift durch eine 160 x 205 mın große Abfchirmwand gegen den Netzteil abgefchirmt. An der 260 x 230 mm großen Frontplatte finden wir links eine Feinftell-Skala mit 10- teiligem Nonius, die eine Ablefung auf Bruchteile eines Grades ermöglicht, in der Mitte das Drehfpulinftrument, darunter das Fenfter für die Kontrollampe, unten die Buchfen K, für den Be- triebskopfhörer und rechts den Netzfchalter (Abb. 2). Der Aufbau des HF-Teiles geht aus Abb. 3 hervor. Rückwärts befinden fich die Röhren mit Abfchirmkappen und abgefchirmter Gitterleitung, dann folgt der auf 2cm hohen Ifolierrölldhen befeftigte Calit- KW-Spulenfockel, danach der Abftimmkondenfator, der mit Fre- quenta aufgehaut ift, und die Abftimmfkala. Die Verbindungen vom Abitimmkondenfator zur Spule find kurz. Der Bandkonden- fator fitzt auf dem Abftimmkondenfator. Die Gitterleitung zur AF7 foll gleichfalls kurz gehalten werden. Wir bauen einen als Hodhfpannungsifolator im Handel erhältlichen Ifolator fo ein, daß fich der Gitterblockkondenfator und der Gitterableitwider- ftand freitragend über dem Chaflis befeftigen laffen. Auf der Rückfeite des Gerätes (Abb.5) fehen wir neben dem Netzkabel

Giterspule Kathodenspule Fr a

Abb. 4 Die Gitterkreisfpule. ea /Eide) Ende)

das Einbauficherungselement, daneben die Erdbudıfe, den zwei- ten Kopfhörer- oder Verftärkeranfhluß und die Antennenbuchfe für den Tonprüfer. Einen Blick in die Verdrahtung gibt Abb. 6.

Abb.5. An der Rückfeite befinden fih Einbaufiche- rung, Erdbuchfe, zweiter Kopfhöreranfhluß u. An- tennenbuchfe.

Die vollftändige Rund- funk-Anlage im Roll- fchrank. Ilm erften Fach die Schalter für die ein- zelnen Empfänger und Verftärker, im zweiten die Empfänger, im drit- ten links das Kurzwel- lengerät, in der Mitte ein Verftärker. im drit- ten Fach ein Experimen- tiergerät und fchließlich im vierten der Netzteil für Fach 3. Im fünften Fach ein Kraftverftärker mit eigenem Netzteil.

(Aufn. Hermann Ringel)

207

Abb.6. Ein Blidi unter das Chaffıs, das den Tauberen Aufbau zeigt. (Sämtl. Aufnahmen vom Verfafler)

Die zur Erde führenden Leitungen follen zu einem gemeinfamen Erdungspunkt geführt werden. Die Heizleitungen find verdrillt, die zufammengehörenden Leitungen (Netzteil) kabelförmig zu- fammengefaßt. |

Ncec etwas über die Einzelteile! Es kommt hier fehr auf erft- klaflige Teile an. Verwendet wurden Calit-Blockkondenfatoren, induktionsfreie Rollblockkondenfatoren und die fehr zuverläfligen Kurzwellen-Karbowid-Widerftände. Der Abftimmkondenfator muß

fehr ftabil fein. Eichung und Meßbereiche.

Am beften eiht man nach Quarzkriftallen. Wenn man fie nicht zur Verfügung hat, nach bekannten Frequenzen von Kurzwellen- ftationen. Schwieriger ift die Eichung nach Harmonifchen von Rundfunkfendern. Da der Bereich der einftellbaren Grundfre- quenzen von 1725 bis 1950 kHz geht, können durch Harmonifce folgende Frequenzen, d. h. alle Frequenzen innerhalb der heute verwendeten Amateurbänder gemeflen werden:

Meßbereich kHz | m Grundfrequenz ......2sssseseessenenneenesenene nennen 1725 bis 1950 174 bis 154 9%, Harmonie ec En lan 3450 bis 3900 87 bis 77 4 Harmonifche:. an ET en 6900 bis 7800 43,5 bis 38,5 8. Harmonifche ................0.cccsnceecnnenneeenn en 13800 bis 15600 21,8 bis 19,3 16. Harmonifce ................0ccc ces 27600 bis 31200 10,9 bis 9,6 32. Harmoniidie a... .uonksnenan ee nn een 55200 bis 62400 5,4 bis 4,6

Die Eichung darf erft vorgenommen werden, wenn das Gerät eine Stunde, mindeftens jedoch eine halbe Stunde vorher in Be- trieb war, da fie fonft ungenau wird.

Frequenzmefiung und Tonprüfung.

Zur Frequenzmeflung benötigen wir in allen Fällen einen Emp- fänger. Die zu meflende Station wird hier auf Schwebungsnull eingeftellt und mit dem Frequenzmefler überlagert, bis wieder Schwebungsnull der Ofzillatorfrequenz vorhanden ift. Die nun zu ermittelnde Frequenz wird nach dem Einftellungsgrad an der Noniusfkala aus der Eichkurve des Frequenzmeflers ermittelt. Die Fichkurve, die angibt, welhen Frequenzen beftimmte Skalen- grade des Frequenzmeflers entfprechen, foll fchr genau ange- fertigt werden. Die Meßgenauigkeit unferes Frequenzmeflers be- trägt mindelftens 0,5°%/g0»

Nach Anfchluß eines Kopfhörers kann die Tonprüfung be- ginnen. Sollte die einfallende HF-Energie zu fdıwadı fein, fo {chließen wir ein etwa 2m langes Stück Draht an die Antennen- buchfe A des Gerätes an. Die Verwendung einer Erdleitung kann in befonderen Fällen vorteilhaft fein. Das Meßrefultat wird da- durdı keineswegs beeinflußt.

Werner W. Diefenbach (D4MXF, DE 955 F.

Das Potentiometer immer noch ein empfindlicher Punkt!

Der Lautftärkeregler ift bei allen Geräten der mit am meiften benutzte Bedienungsgriff. Ut er, wie fehr häufig, als hodıohmiges Potentiometer ausgeführt, fo kann gar nicht dringend genug emp- fohlen werden, ftets nur das befte Fabrikat einzubauen. Billige Potentiometer halten die große Beanfpruchung kaum einige Wo- chen aus: der feine Widerftandsdraht, mit dem fie bewickelt find, bricht, und fo ift zum mindeften die Lautftärkeregulierung außer Betrieb gefetzt. Bei Verwendung von Regelröhren in Mehrkrei- fern wird dadurch fogar die ganze HF-Stufe füllgelegt, und der Apparat hüllt fich in Schweigen. Da wir das fchadhafte Glied nun doch gegen ein befleres austaufchen müflen, haben wir mit der Erfparnis beim Einkauf des erfteren ein fdıledıtes Gefchäft Be macht. :

' fen die beiden Hilfserdungen und dann die zweite Hilfserdung mit der Empfängererdung gegeneinander. Ergibt die Prüfung der

beiden Hilfserdungen gegeneinander einen großen Ausfchlag, fo ift die Empfängererdung fclect. Ergibt die Prüfung der Emp-

on fängererdung mit der zweiten Hilfserdung einen großen Aus-

die Antennenilolation ws

Die Antennenifolation muß gut fein. Andernfalls wird die Antenne ohne irgend einen Nutzen zufätzlich belaftet. Als Min- deftwert der Antennenifolation ift für kleine Antennen ctwa 100000 2 und für große Antennen (Luftleiterlänge rund 50 m) etwa 10000 Q anzufehen. Die Ifolation wird geprüft, indem man

Abb.1. Die Schaltung zur Prüfung der ntennenifolation.

Antennen- und Erdftecker aus dem Empfänger herausnimmt und zwifchen diefe Stecker einen Spannungszeiger und eine Batterie, beides hintereinandergefchaltet, legt (fiehe Abbildung). Der Span- nungszeiger foll hochohmig fein. Erwünfcht, aber nicht unbedingt nötig ift eine hohe Batteriefpannung (60 bis 100 Volt). Auf alle Fälle muß der Spannungszeiger-Meßbereidı der Batteriefpannung entfprechen, fo daß fih bei Kurzfchluß der beiden Stecker (Schal- ter in Abbildung gefchloflen) ein großer Ausfclag ergibt. Die Antennen-IHolation ift gut, wenn der Spannungszeigerausfchlag beim Aufheben des Kurzfdıluffes (Öffnen des Schalters in Abh. 1) ftark zurückgeht. Bei vollkommener Ifolation finkt der Ausfchlag auf Null. Ift die Ifolation nicht vollkommen, fo kann der Ifola- tionswiderftand gemäß Heft 531 FUNKSCHAU 1935, Seite 408, er- rechnet werden. F. Bergtold.

‚..und die Erdung

Der Erdungswiderftand foll klein fein. Das gilt auch, wenn man einem kräftigen Empfang zuliebe eine {ehr leiftungsfähige Antenne benutzt. Um die Erdung prüfen zu können, brauchen wir wenigftens eine, befler aber zwei weitere Erdungen (z. B. Waffer- oder Gasleitung, Regenfallrohr ufw.). Die Prüfung ge- fchieht, indem man zwifchen die zu prüfende Erdung und eine Hilfserdung eine Batterie und einen Spannungszeiger, beides hintereinandergefchaltet, legt (fiehe Abbildung). Der Meßbereich des Spannungszeigers muß ungefähr der Batteriefpannung ent- fprechen, fo daß fich bei Kurzfchluß der beiden Erdungen (Schal- ter in Abb. 2 gefchloflen) ein großer Ausfchlag ergibt. Die Erdung

Eraleitung } ] Le

Abb. 2. Die Schaltung zur Prüfung Enpfänger-reliüg \ Milserdind

der Güte der Erde.

ift gut, falls der Spannungszeigerausfhlag bei Aufhebung des Kurzfchluffes nicht wefentlich zurückgeht. Bei vollkommener Er- dung bleibt der Ausfchlag in feiner urfprünglichen Höhe be- ftehen. Geht der Ausfchlag weit zurück, fo kann daran die Hilfs- erdung ebenfo fchuld fein wie die zu prüfende Erdung. Um zu entfcheiden, welche der beiden Erdungen fchlect ift, müflen wir noch eine zweite Hilfserdung zur Prüfung heranziehen: Wir prü-

Beziehen Sie sich

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fdılag, fo ift die erfte Hilfserdung fchlecdht.

Geht der Spannungszeigerausfcdilag merklich zurüc, fo kann der Gefamtwert der Widerftände von Hilfs- und Empfangs- erdung gemäß Heft 51 FUNKSCHAU 1935, Seite 408, ermittelt werden. Ä F. Bergtold.

Röhrenabfchirmungen vorfichtig behandeln!

Bekanntlich liegt die Außenmetallifierung der Röhren an Ka- thode. Wenn wir nun die Kathode und damit die Außenmetalli- fierung an Chaflis legen und wenn die Röhre ihre Gittervor- {pannung über einen Reduktionswiderftand in der Kathoden- leitung erhält, fo wird die Gittervorfpannung durch Kurzfchluß der Kathode mit Chaflis hinfällig. Ein folcher Kurzfhluß kann auch dadurch verurfacht werden, daß die Anodenabfhirmungen der Röhren (auf dem Glaskolben) über die abgefhirmte Zulei- tung geerdet find. Man follte fih daran erinnern, wenn fich bei Geräten wechfelnde Leiftung zeigt: Einmal arbeitet dann die Röhre mit Gittervorfpannung, das andere mal liegt das Gitter an Kathode und Chaflis.

. Es handelt fih alfo darum, die Anoden- oder Gitterausfüh- rung am Glaskolben fo abzufhirmen, daß die Abfchirmung auf keinen Fall mit der Metallifierung in Berührung kommt. Dabei ift darauf zu achten, daß zwifchen Metallifierung des Röhrenkolbens und Zuleitung der Abfchirmung ein Spannungsunterfdiied in Höhe der Gittervorfpannung befteht. ER.

Biegt fich Ihre Antennenftange durch?

Dann fteifen Sie die Stange durch eine regel- rechte Verfpannung auf der dem Druck entgegen- gefetzten Seite ab. In der Abbildung ift es genau gezeigt, wie man dabei vorgeht! (Im übrigen fin- den Sie diefen und eine Reihe anderer 'ITricks aus- führlich befchrieben in dem im Verlag erfchienenen Bud ‚Vor allem eine moderne Antenne“ von F. Bergtold. Preis RM..1.30.)

2-2 u

Wie lafien fidh abgefchirmte Antennen prüfen?

Das einfachfte Mittel ift es, fich einen kleinen Sender in T'orm eines Summers zurecht zu legen, ihn an eine Stromquelle zu legen und längs der Abfchirmung weiterzuführen. Laflen fidh bei eingefchaltetem Gerät im Lautfprecer plötzlich immer ftärker werdende Geräufche vernehmen, fo heißt das, daß der Summer fih einer Unterbrechung der Abfchirmung oder einer ungenügend abgefchirmten Stelle (Blitzfchutz, Erdungsfchalter etc.) nähert.

Drofieln beim Sieben zu iparen!

Wenn wir den gefamten Geräte-Anodenftrom-Verbrauc mit einer Droffel fieben, brauchen wir naturgemäß eine fehr